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Literatur und Links
Promovieren oder nicht? Was erwartet mich nach der Promotion? Wie stehen die Chancen mit Doktortitel auf dem Arbeitsmarkt? Um Sie bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen etwas zu unterstützen, haben wir eine Liste mit Literatur und Links zusammengetragen. Zu den meisten Titeln finden Sie auch kurze Inhaltsangaben, den Standort des Werks sowie eine Einordnung, die wir für sie vorgenommen haben. Neben den Kategorien Allgemein und Ratgeber finden Sie auch Humoriges – denn der Alltag während der Promotion hat durchaus auch seine heiteren Seiten.
Allgemein – Wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Promotion und Promovierende
- Burkhardt, Anke (Hg.) (2008): Wagnis Wissenschaft. Akademische Karrierewege und das Fördersystem in Deutschland. Leipzig: Akad. Verl.-Anst.
Inhaltsangabe: Das Spektrum der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Promotions- bzw. Post-doc-Phase reicht von der (befristeten) MitarbeiterInnenstelle an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung über das Stipendium einer Stiftung oder eines Begabtenförderwerkes bis hin zur Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Leitungsfunktion durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Diese Vielfalt stellt einerseits eine Stärke des deutschen Systems dar, wie die im internationalen Vergleich weit über dem Durchschnitt liegende Promotionsquote belegt. Andererseits ist das Fördersystem unübersichtlich, die wissenschaftliche Karriere mit schwer kalkulierbaren Risiken behaftet. Nicht jeder kommt in den Genuss der Förderung, bis zur Erlangung der beruflichen Selbstständigket vergehen viele Jahre. Nur schätzungsweise jedes dritte Promotionsvorhaben wird mit Erfolg abgeschlossen, von den Habilitierten dürften es knapp zwei Fünftel auf eine Professur schaffen. Deutschland tut viel für den wissenschaftlichen Nachwuchs, weiß aber zu wenig über Umfang, Bedarfsangemessenheit und Wirksamkeit der Förderung. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBF) legt das Institut für Hochschulforschung und Hochschulplanung München (IHF) und dem Internationalen Zentrum für Hochschulforschung Kassel (INCHER) mit diesem Band erstmals einen umfassenden Überblick zum System der Nachwuchsförderung in Deutschland vor. Dazu werden die Stellungnahmen und Empfehlungen hochschulpolitischer und wissenschaftlicher Gremien, Organisationen und Interessenvertretungen ausgewertet sowie die Landeshochschulgesetze und Graduiertenförderungsgesetze synoptisch aufbereitet. Gestützt auf schriftliche Befragungen der Forschungs- und Förderorganisationen und der Ministerien der Bundesländer, die Auswertung empirischer Studien sowie umfangreiche statistische Analysen wird die aktuelle Förderlandschaft abgebildet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Thema Internationalisierung. Abschließend werden Informationsdefizite und Forschungsdesiderata benannt. Die im Band präsentierten Forschungsergebnisse bildeten die Grundlage für den ersten Bundesnachwuchsbericht (BuWiN), den das BMBF Anfang 2008 vorgelegt hat.
Bewertung: Sehr zu empfehlen für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Nachwuchsförderung, Karriere und Wissenschaftspolitik.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AK 14800 B954.
- Burkhardt, A. et al (2008): Bundesbericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (BuWiN). Hg. v. Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Bonn, Berlin.
- Enders, Jürgen; Bornmann, Lutz (2001): Karriere mit Doktortitel? Ausbildung, Berufsverlauf und Berufserfolg von Promovierten: Campus Verlag.
Inhaltsangabe: Was kommt nach der Promotion? Was bestimmt den späteren Berufserfolg? Lohnt es sich noch zu promovieren? Die Autoren beleuchten die Bedingungen für Promovierte in Hochschule und Beruf und legen auf der Basis einer empirischen Untersuchung die erste vertiefende Analyse der vielfältigen Ausbildungs- und Berufswege von Promovierten vor.
Bewertung: Dieses sachlich-wissenschaftliche Buch zeigt anhand einer Studie, welche vielfältigen beruflichen Wege nach dem Abschluss Promotion möglich sind. Zu empfehlen für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: 36A-2003-904.
- Enders, Jürgen; Mugabushaka, Alexis-Michel (2005): Wissenschaft und Karriere. Erfahrungen und Werdegänge ehemaliger Stipendiaten der DFG. Kassel: Jenior (Werkstattberichte / Wissenschaftliches Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung der Universität Kassel, 64).
Inhaltsangabe: Die wissenschaftlichen und beruflichen Werdegänge ehemaliger Stipendiatinnen und Stipendiaten der Postdoktorandenförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft standen im Mittelpunkt einer Untersuchung, die am Wissenschaftlichen Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung der Universität Kassel und am Center for Higher Education Policy der Universität Twente (NL) durchgeführt wurde. Die Studie wurde von der DFG angeregt, um die Erfahrungen aus der Perspektive der Geförderten auszuwerten. Über 1.400 ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten gaben im Rahmen dieser Untersuchung Auskunft über ihre Erfahrungen mit dem DFG-Stipendium sowie über weitere Entwicklungen und Stationen ihrer beruflichen Karrieren. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Frage nach der Bedeutung von Auslandsaufenthalten während des Stipendiums und insbesondere nach weiterer Berufstätigkeit im Ausland. Einschätzungen der ehemaligen Stipendiaten zum Wissenschaftsstandort Deutschland sowie eine Beurteilung des Programmangebots der DFG runden das Bild ab.
Bewertung: Zu empfehlen, um sich einen Überblick über die Situaton Promovierender in Deutschland (speziell DFG-StipendiatInnen) zu machen.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: 01A-2006-11998.
- Fabian, G.; Briedis, K. (Nr. F02/2009): Aufgestiegen und erfolgreich. Ergebnisse der dritten HIS-Absolventenbefragung des Jahrgangs 1997 zehn Jahre nach dem Examen. Hg. v. HIS:Forum Hochschule.
- Jaksztat, S.; Schindler, N.; Briedis, K. (Nr. F14/2010): Wissenschaftliche Karrieren. Beschäftigungsbedingungen, berufliche Orientierungen und Kompetenzen des wissenschaftlichen Nachwuchses. Hg. v. HIS:Forum Hochschule.
Inhaltsangabe: Als interessant und erfüllend beschreiben junge AkademikerInnen ihre berufliche Tätigkeit in der Wissenschaft. Forschung zu betreiben, bedeutet für viele von ihnen, in hohem Maße selbstbestimmt und von den eigenen Interessen geleitet zu arbeiten. Doch wer sich längerfristig für eine Karriere in Wissenschaft und Forschung entscheidet, muss in der Regel eine Reihe von Unsicherheiten und Unwägbarkeiten in Kauf nehmen, denn der Weg zu einer Professur ist in Deutschland nur schwer planbar.
Diese und weitere Ergebnisse stammen aus einer neuen Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF), die sich damit befasst, wie NachwuchswissenschaftlerInnen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland ihre berufliche Situation beurteilen und wie viele DoktorandInnen und Post-Docs tatsächlich dauerhaft in der Wissenschaft tätig sein wollen.
Die Befragungsergebnisse belegen, dass Projektarbeit und zeitlich befristete Arbeitsverträge demnach die berufliche Situation junger WissenschaftlerInnen in Deutschland bestimmen – und zwar weitgehend unabhängig davon, ob sie sich noch in der Promotionsphase befinden oder bereits promoviert sind. In den Einschätzungen der befragten NachwuchswissenschaftlerInnen wird deutlich, dass insbesondere die Planbarkeit der Karriere und die Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Wissenschaft kritisch beurteilt werden. Ähnliches gilt auch für die Möglichkeit, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Insbesondere Wissenschaftlerinnen bewerten die Chancen, familiäre und berufliche Anforderungen in Einklang zu bringen, kritisch. In diesen Feldern bestehen somit für die Hochschulen Handlungsmöglichkeiten, um für Nachwuchswissen-schaftlerInnen noch attraktiver zu werden.
Trotzdem stellt der Beruf “Wissenschaftler/in” für viele Befragte ein erstrebenswertes und attraktives Ziel dar. Vor allem die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu forschen, macht nach ihren Angaben die Attraktivität einer wissenschaftlichen Karriere aus. Immerhin rund drei Viertel der NachwuchswissenschaftlerInnen sehen ihre Zukunft vorrangig in der Forschung – entweder an Hochschulen, an außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder in der Wirtschaft. Die Studie wirft jedoch auch die Frage auf, inwiefern es den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gelingt, die jungen ForscherInnen auf Berufsfelder außerhalb der Wissenschaft vorzubereiten, um ihnen möglichst vielfältige berufliche Optionen zu eröffnen.
“Rund zwei Drittel der befragten Forscherinnen und Forscher sehen sich selbst auf Tätigkeiten außerhalb des Wissenschaftssystems gut vorbereitet. Unter Ingenieuren sind es überdurchschnittlich viele, in den Natur- und Sozialwissenschaften ist der Anteil dagegen geringer”, sagt dazu Steffen Jaksztat vom HIS-Institut für Hochschulforschung, der an der Studie mitgearbeitet hat.
Ein wichtiger Baustein zu einer besseren Vorbereitung auf Tätigkeiten außerhalb der Wissenschaft ist die Arbeitskultur. NachwuchswissenschaftlerInnen, die in kooperativen, anspruchsvollen und fördernden Arbeitsumfeldern tätig sind, bewerten nicht nur ihr überfachliches Kompetenzniveau besser, sondern sie fühlen sich auch eher auf berufliche Tätigkeiten außerhalb des Wissenschaftssystems vorbereitet.
“Da nicht alle dauerhaft an der der Hochschule bzw. den außeruniversitären Forschungseinrichtungen verbleiben können, ist es besonders wichtig, dass Nachwuchswissenschaftler nicht nur in fachlicher Hinsicht, sondern auch in anderen Kompetenzbereichen gefördert werden”, betont Projektleiter Kolja Briedis.
Die Studie “Wissenschaftliche Karrieren” ist im Rahmen des WiNbus-Projektes am HIS-Institut für Hochschulforschung entstanden. WiNbus ist ein von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH durchgeführtes und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsprojekt. Im Rahmen dieses Projektes werden NachwuchswissenschaftlerInnen in regelmäßigen Abständen zu wissenschafts- und hochschulpolitischen Themen befragt, die sie und ihre berufliche Situation unmittelbar betreffen.
Bewertung: Empfehlenswert, um die berufliche Situation von NachwuchswissenschaftlerInnen zu erfassen.
Link: http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201014.pdf
- Oelsnitz, Dietrich von der; Stein, Volker; Hahmann, Martin (2007): Der Talente-Krieg. Personalstrategie und Bildung im globalen Kampf um Hochqualifizierte. 1. Aufl. Bern: Haupt.
Bewertung: Das Buch ist mit Perspektive auf unternehmerische Handlungsstrategien geschrieben. Behandelt werden die so genannten WissensarbeiterInnen, also hochqualifizierte Fachkräfte. Promovierte spielen jedoch keine Rolle. Insgesamt geben sich die Autoren leider recht undifferenziert dem Diskurs vom Fachkräftemangel und den angeblich negativen Globalisierungsfolgen für Deutschland hin.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: QV 578 O28 T1.
- Pasternack, Peer (2010): Relativ prosperierend. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Die mitteldeutsche Region und ihre Hochschulen: Akademische Verlagsanstalt (AVA), Leipzig.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AL 50180 P291 R3.
Ratgeber
- Andermann, Ulrich; Drees, Martin; Grätz, Frank (2006): Duden, Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? [ein Leitfaden für das Studium und die Promotion]. 3., völlig neu erarb. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverl.
Bewertung: Es handelt sich hierbei um einen groben Abriss zur Thematik. Das Buch ist aber nicht zu empfehlen, da es erstens zu veraltet und nicht auf dem neusten Stand ist und zweitens viele Themen viel zu oberflächlich behandelt.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AK 35580 P744 W6(3).
- Baring, Robert (2003): Wie finde ich einen guten und schnellen Doktorvater einer deutschen Universität? Erfolgreich promovieren für Wirtschafts-, Rechts-, Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaftler. 2., überarb. Düsseldorf: VDM.
Inhaltsangabe: In Deutschland streben immer mehr AkademikerInnen neben dem Beruf oder als AssistentIn eines Lehrstuhls den Doktortitel an. Ein Dr. rer. pol, Dr. jur., Dr.-Ing., Dr. rer. nat. oder Dr. phil. macht sich gut auf dem Visitenkärtchen, verspricht der Titel doch die soziale Hochschätzung aller Nichtpromovierten, Karriere und mehr Geld im Portemonnaie. Doch die meisten Promotionswilligen unterschätzen die Schwierigkeit, einen guten und schnellen Doktorvater – oder eine Doktormutter – an einer deutschen Universität zu finden. Dr. Robert Baring gibt wertvolle Tipps, wie die Suche nach einem geeigneten Doktorvater – oder Doktormutter – zum Erfolg und die Promotion zügig vorangebracht werden kann.
Bewertung: Nicht zu empfehlen. Auf die Hinweise und Ratschläge des Buches kommen Sie auch selbst!
Standort: Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, Signatur: 2003 A 14172.
- Bolker, Joan (1998): Writing your dissertation in fifteen minutes a day. A guide to starting, revising, and finishing your doctoral thesis. 1st. New York: H. Holt.
Inhaltsangabe: “Discusses the various aspects of dissertation writing, such as choosing an advisor, a committee, and a topic, and offers advice on writing zero and first drafts, revising, and dealing with interruptions.
‘Fifteen minutes!’ you say. ‘That’s too good to be true!’ Okay, author Joan Bolker admits she gave her book the title Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day to get the reader’s attention. And she admits that it’s unlikely you’ll actually finish a dissertation at that speed. As she tells her clients, however, a mere 15 minutes is much better than no writing at all when they’re stuck. As a clinical psychologist who cofounded the Harvard Writing Center, Bolker has helped hundreds of writers complete their dissertations. She offers suggestions on how to create a writing addiction so that you feel incomplete if you don’t write every day and stresses the need to set reasonable goals and deadlines for yourself to keep from getting discouraged. She also offers strategies for dealing with both internal and external distractions and for fending off writer’s block. Even more important is the advice on some of the more awkward issues related to dissertation writing, such as how to choose your adviser carefully. (For example, when faced with the tradeoff between a famous advisor who is inaccessible and a less famous advisor who is willing to make time for you, Bolker advises, ‘If choosing a politically advantageous, famous advisor makes it unlikely that you’ll complete your degree, it’s clearly not worth it.’) The book even includes a helpful appendix for advisers that could become the basis for an honest discussion of what student and adviser can expect from each other. Throughout this excellent book, Bolker acts as a therapist, cheerleader, and drill sergeant, all rolled into one.
While some of the book’s advice is of interest only to dissertation writers, much of the information–on battling writer’s block, for instance–is valuable to anybody engaged in writing. Rather than being filled with rules defining how to become a great writer, Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day is about finding the process by which you can be the most productive–it’s a set of exercises that you can use to find out more about you and the way you write. Along the way, you’ll do a bit of writing. And that’s what matters, especially when you experience writer’s block–as Bolker says, ‘Write anything, because writing is writing.’ With its helpful advice and supportive tone, Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day should be required reading for anyone considering writing a dissertation.” (C.B. Delaney)
Bewertung: In Englischer Sprache. Empfehlenswert.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AK 39580 B689 W9.
- Brenner, Sabine (2001): Promotionsratgeber für die Doktorandinnen und Doktoranden der Philosophischen Fakultät. 2. Aufl. Düsseldorf: Grupello.
Inhaltsangabe: Der vorliegende Promotionsratgeber trägt mit seinem speziell auf die DoktorandInnen der Philosophischen Fakultät zugeschnittenen Konzept dazu bei, Informationslücken zu schließen. Er bietet eine konkrete Orientierungshilfe in allen die Promotion betreffenden Fragen: von der Themenfindung und dem Exposes bis hin zu Fragen des Zeitmanagements und der Veröffentlichung.
Bewertung: Eignet sich als Einführungstext und zum generellen Einlesen. Die speziellen Aspekte für die Universität Düsseldorf dürfen dabei außen vor gelassen werden.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: 46A-2005-844.
- Girgensohn, Katrin (2010): Kompetent zum Doktortitel. Konzepte zur Förderung Promovierender. 1. Aufl. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwiss.
Inhaltsangabe: Die Lebensphase Promotion erfordert mehr als Fachwissen. Wer erfolgreich promovieren will, muss auch seine physischen und sozialen Ressourcen einschätzen und organisieren können. Deshalb erfordert eine Promotion zahlreiche Schlüsselqualifikationen. Dieses Buch stellt ein Modell vor, das an der Europa-Universität Viadrina entwickelt wurde, um deutsche und internationale Promovierende umfassend in ihren Promotionsprozessen zu unterstützen: In interkulturellen Teams begleiten die Promovierenden einander. Flankiert wird dieses Academic Peer Coaching durch Trainings zu Schlüsselqualifikationen. Der Sammelband beschreibt aus der Perspektive der verschiedenen Beteiligten wesentliche Aspekte und verankert sie in aktuellen Diskursen zur Entwicklung der Promotionsphase im Bologna-Prozess vor dem Hintergrund der Internationalisierung der Hochschulen.
Bewertung: Das Buch richtet sich an Dozierende, Promovierende und Koordinierende von Graduiertenprogrammen.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AL 43700 G524.
- Kisswin.de (2010): Förderungsmöglichkeiten in der Wissenschaft.
Inhaltsangabe: Broschüre, die über Förderungsmöglichkeiten in der Wissenschaft informiert.
Standort: Online verfügbar
- Kisswin.de (2010): Karrierewege in der Wissenschaft.
Inhaltsangabe: Broschüre, die über mögliche Karrierewege in der Wissenschaft informiert.
Standort: Online verfügbar
- Kisswin.de (2010): Wissenschaftliches Arbeiten.
Inhaltsangabe: Broschüre, die Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten gibt.
Standort: Online verfügbar
- Knigge-Illner, Helga (2009): Der Weg zum Doktortitel. Strategien für die erfolgreiche Promotion ; [Selbstmotivation, Projekt- und Zeitplanung, Umgang mit Schreibblockaden, Präsentation von Ergebnissen]. 2., überarb. und aktualisierte Aufl. Frankfurt [u.a.]: Campus-Verl.
Inhaltsangabe: Wer promovieren will, ist weitgehend auf sich selbst gestellt. Dieser Ratgeber gibt angehenden DoktorandInnen die notwendigen Strategien an die Hand, um diese Herausforderung zu meistern. Das Buch hilft, eine erfolgsorientierte Arbeitsmotivation aufzubauen, und unterstützt mit Fallbeispielen, konkreten Tools und Übungen handlungsorientiert bei der Bewältigung der Promotion.
Bewertung: Zu empfehlen, allerdings nur für NaturwissenschaftlerInnen. Praktische Tipps und Hinweise eignen sich gut als Einstiegsliteratur während einer Promotion oder in der Vorbereitungsphase.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AL 43700 K69.
- Koepernik, Claudia (2006): GEW-Handbuch Promovieren mit Perspektive. Ein Ratgeber von und für DoktorandInnen. Bielefeld: Bertelsmann (GEW-Materialien aus Hochschule und Forschung, 111).
Inhaltsangabe: Der von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft herausgegebene Ratgeber von und für DoktorandInnen bietet Informationen rund um die Promotion. Planung, Finanzierung und rechtliche Rahmenbedingungen, der Promotionsprozess, Schlüsselqualifikationen, Internationalisierung, Publikation der Dissertation sowie Berufsperspektiven sind die behandelten Themen. Zusätzlich zu praktischen und theoretischen Hilfestellungen werden auch hochschulpolitische Entwicklungen thematisiert, die Einfluss auf die Promotionsmöglichkeiten nehmen können. Die AutorInnen möchten mit ihrem umfassenden Handbuch Studierende zu einer Promotion motivieren, ihnen praktische Hilfestellung geben und sie unterstützen, sich in ihren Hochschulen für verbesserte Bedingungen für Promovierende einzusetzen.
Bewertung: Absolut empfehlenswert aufgrund der Fülle an Informationen, dem großen thematischen Sprektrum und dem gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: DM 3000 K78.
- Leipziger Initiative für Promovierende (Hg.) (2010): Leitfaden für Promovierende an der Universität Leipzig.
- Messing, Barbara; Huber, Klaus-Peter (2007): Die Doktorarbeit: vom Start zum Ziel. Lei(d)tfaden für Promotionswillige. 4., überarbeitete und erw. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag Berlin Heidelberg.
Inhaltsangabe: Promovieren – lohnt sich das? Wie läßt sich eine Dissertation finanzieren? Wer betreut sie und wie fängt man eine wissenschaftliche Arbeit überhaupt an? Wer den Doktortitel erwerben will, findet in diesem Leitfaden einen Begleiter auf einem oftmals schwierigen Weg. Themen sind unter anderem: Der Wissenschaftsbetrieb, Zeitmanagement, Kreativitätstechniken, wissenschaftliches Schreiben und Publizieren, Umgang mit Selbstzweifeln. Die zweite, vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage wurde ergänzt um ein Kapitel über Wissenschaftstheorie, ein Kapitel über Frauen an der Hochschule, Hinweise zur Gestaltung von Doktorandenseminaren und den Abschnitt “Häufig gestellte Fragen”. Im Anhang findet sich ein kommentiertes Literaturverzeichnis, ein unfangreiches, erläutertes Verzeichnis relevanter Internetadressen und Arbeitsbögen zu den Themen der Kapitel.
Bewertung: Einfache Einstiegsliteratur zur Promotion, jedoch mit wenig Neuem und Strategiemöglichkeiten. Arbeitsbögen am Ende und das ausführliche kommentierte Literaturverzeichnis für die vertiefende Lektüre sind gelungen.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AL 43700 M578(4).
- Nünning, Ansgar (Hg.) (2007): Handbuch Promotion. Forschung – Förderung – Finanzierung. Stuttgart ;, Weimar: Metzler.
Inhaltsangabe: Orientierungshilfe aus erster Hand zu Finanzierung, Job, Networking, Berufsperspektiven u.v.m. Alle Fakten zur Promotion jetzt systematisch zusammengestellt. Welchen Anforderungen müssen DoktorandInnen gerecht werden? Auf welche Schlüsselkompetenzen kommt es an? Welche Möglichkeiten der Finanzierung eröffnen sich? Die Experten zum Thema Graduiertenförderung geben ausführliche Antworten. Viele Praxishinweise zu effektivem Projekt- und Zeitmanagement und zu Stichworten wie “Juniorprofessur”und “Druckkostenzuschuss” machen das Handbuch zu einer wertvollen Entscheidungs- und Arbeitsrichtschnur.
Bewertung: Empfehlenswert. Kein Ratgeber im klassischen Sinne, welcher sich auf Fragen wie “Warum soll ich promovieren?”, “Wie finde ich ein geeignetes Thema?”, “Wie finanziere ich meine Promotion?” konzentriert.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AK 39580 N964 H236.
- Ruhl, Kathrin (Hg.) (2010): Publizieren während der Promotion. 1. Aufl. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwiss.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AK 39580 R933.
- Stock, Steffen (Hg.) (2006): Erfolgreich promovieren. Ein Ratgeber von Promovierten für Promovierende ; mit 33 Tabellen. Berlin [u.a]: Springer.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: AL 43700 S864 E6(2).
- Universität Kassel (Hg.) (2006): Ich will promovieren. Anregungen.
- Wagner, Gerhard (2000): Die Promotion in Kultur-, Kunst- und Medienwissenschaften. Ein Ratgeber für externe Doktoranden. Bergisch Gladbach: Grätz [u.a.].
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: 02L-2002-74.
Humoriges
- PhD comics. Online verfügbar unter http://www.phdcomics.com/comics.php
- How People in Science See Each Other | DudeLOL.com. Online verfügbar unter http://dudelol.com/how-people-in-science-see-each-other/
- Bär, Siegfried (2002): Forschen auf Deutsch. Der Machiavelli für Forscher und solche, die es noch werden wollen. 4., erw. und aktualisierte Aufl. Frankfurt am Main: Deutsch.
Bewertung: Sehr zu empfehlen. Das Buch beschreibt treffend die Situation der deutschen Forschungslandschaft und wer sich auf das Projekt Promotion einlassen möchte (v.a. eine im naturwissenschaftlichen Bereich), der oder die sollte sich durch das Buch gut vorbereitet fühlen…
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: 86A-2009-2034.
- Gephart, Felix (2006): Geschichten aus 1001 Promotion. Ein Promotionslesebuch. Hg. v. Werner Fiedler. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
Inhaltsangabe: Die Geschichten und die Zeichnungen sollen Lust machen, sich mit den intellektuellen und biografischen Herausforderungen des Promovierens zu befassen. Das Lesebuch “Geschichten aus 1001 Promotion” versammelt Geschichten aus dem Alltag von Promovierenden. Der Prozess des Promovierens ist ein eigenartiger; über die wissenschaftlichen Aspekte solcher Projekte gibt es einige wenige Abhandlungen, sie handeln von den Höhen und Tiefen wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens.
Promotionsprojekte haben aber auch eine sehr persönliche Seite, es sind zuweilen Leidens- und Kampfgeschichten mit sich selbst und der sozialen Umwelt und spiegeln eine Bandbreite von Beziehungen wider, die den Promotionsprozess begleiten oder gar prägen. Diese lebensweltlichen Geschichten sind nachdenklich, aber auch heiter, manchmal sogar abgründig. Aber das Amüsante überwiegt – insbesondere mit einem gewissen zeitlichen Abstand zum Geschehen.
Die Autorinnen und Autoren waren zumeist Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Promotionsförderung der Hans-Böckler-Stiftung und die vielen Geschichten, die am Rande und im Verlauf eines Promotionsvorhabens erzählt werden, haben die Herausgeber veranlasst, diese zusammen zu tragen und illustrieren zu lassen.
Standort: Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, Signatur: 2007 A 48079.
- Meuser, Thomas (1994): Promo-Viren. Zur Behandlung promotionaler Infekte und chronischer Doktoritis. Wiesbaden: Gabler.
Inhaltsangabe: Ein Menschenrätsel ist gelöst: Warum verspüren viele Menschen den Drang zur Erlangung des Doktortitels? Die Bedauernswerten sind Opfer einer bisher unbekannten Virusspezies, der ‘Promo-Viren’. Renommierte Promotionsexperten decken hier erstmals sämtliche Symptome des Promo-Viren Befalls schonungslos auf: das ‘Doktoritis-Syndrom’. Ein Muß für jeden Infizierten und seine Umgebung.
Bewertung: Ein witziges Muss für Promovierende und solche, die es werden wollen! Sehr unterhaltsam und brilliant geschrieben. Es hat nichts an Aktualität und Brisanz verloren.
Standort: Universitätsbibliothek Leipzig, Signatur: 94-8-22944.
- Xtranormal Movie Maker: So you want to get a PhD in the Humanities? Online verfügbar unter http://www.youtube.com/watch?v=obTNwPJvOI8.
- ZhengLabProductions: Bad Project. Lady Gaga Parody. Online verfügbar unter http://www.youtube.com/watch?v=Fl4L4M8m4d0.
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